Montag, 21. März 2011

Acht Fragen an Kerstin Gier

Ein kleines Interview, erschienen am 16. März bei Thalia Skizzenbuch.


Welche Rolle spielt für Sie die Inszenierung Ihrer Bücher vor Publikum?

Ich finde es immer wieder faszinierend (und auch ein bisschen gruselig) zu beobachten, welche Dynamik sich im Publikum bei einer Lesung entwickeln kann. Mittlerweile glaube ich ja wirklich, dass man den Menschen aus den verschiedenen Regionen Deutschlands bestimmte Humor-Eigenschaften zuordnen kann. Textstellen und Anekdoten, die ich bei den Lesungen erzähle, kommen an unterschiedlichen Orten sehr unterschiedlich an.
So gesehen kann ich natürlich Textstellen aussuchen und inszenieren, indem ich die Personen mit unterschiedlichen Stimmen lese – aber letztlich muss man auf jedes Publikum reagieren. Ich habe noch nie eine Lesung durchdekliniert und dann genau so gehalten.
[...]
Haben Sie den Leser beim Schreiben im Hinterkopf?
Eigentlich eher weniger. Da man es nie allen wird recht machen können, versuche ich nicht so sehr daran zu denken, was wem gefallen könnte. Bei der Edelstein-Trilogie waren die Fans allerdings schon sehr präsent – ich bekam so viele E-Mails von Leserinnen, dass allein das Beantworten ein Vollzeitjob hätte sein können. Teilweise enthielten sie Drohungen à la „Wenn Sie Gwendolyn sterben lassen, werde ich Sie hassen!“. Der Einfluss solcher Nachrichten hält sich allerdings doch eher in Grenzen.
Was macht für Sie den „idealen Leser“ aus?
Ideal ist allein die Tatsache, dass er liest! Aber das impliziert das Wort „Leser“ ja schon.
Wie können Bücher in einer multimedialen Welt noch für Furore sorgen?
Und wie sie das können! Sie sind ja oft der Startpunkt für die Entstehung neuer Welten. Eines der schönsten Beispiele, wie ein Buch Grundlage von multimedialer Kreativität sein kann, ist meiner Meinung nach meine Lieblings-Fanseite http://www.die-edelstein-trilogie.blogspot.com/ (danke an dieser Stelle, mal ganz offiziell, an Lina und Melissa, ihr seid wirklich großartig!).
[...]
Welchen Stellenwert wird das gedruckte Buch in 10 Jahren haben?
Ich hoffe, einen ganz ähnlichen wie heute. Digitale Lehrmethoden in der Schule werden hoffentlich keine Schulbücher ablösen (auch wenn die Schultaschen dann leichter wären) und ich persönlich sehe mich nicht mit einem E-Reader auf dem Sofa lesen. Auch nicht in 10 Jahren.
E-Reader...pah!! Wer braucht schon solch Hexenwerk! Auf den Scheiterhaufen damit! XD

1, 2, 3, 4, 5... - 5 Fragen? Die restlichen 3 findet ihr genau...hier!
PS: Vielen Dank für das liebe Kompliment! Wir finden es toll mit den Edelsteinbüchern...äh...in einer multimedialen Welt für Furore zu sorgen *grins*

Kommentare:

Lina hat gesagt…

*kicher* Furore... XD Ui, wie schön!

PS: Ich hab die Streichhölzer!!! *tanz*

Moi. hat gesagt…

ich finde schulbücher könnte man schon abschaffen^^

ach ja.euer blog ist wirklich toll!! ich liebe ihn. ganz ehrlich, kein scherz...ich liebe ihn :)