Dienstag, 22. Juni 2010

Hühner, Verfilmungen, Schreiben...

Hier ein Interview mit Kerstin Gier vom 19.09.2008. Sehr interessant. Es geht unter anderem um die (erste) Verfilmung ihres Romans „Männer und andere Katastrophen“.


Sie leben mit ihrem Mann, Sohn, 2 Katzen und 3 Hühnern in der Nähe von Bergisch Gladbach. Wie alt ist ihr Sohn? Und wieso ausgerechnet 3 Hühner? Damit jeder sein Frühstücksei bekommt? :-)
KERSTIN GIER:

Ja, so war das gedacht gewesen, für jeden ein Huhn. Aber diese Hühner haben wir schon Jahre nicht mehr. Und auch nur noch eine einzige Katze.
„Männer und andere Katastrophen“ wurde mit Heike Makatsch verfilmt. Haben Sie die Schauspielerin auch selbst kennen lernen können oder vielleicht auch andere SchauspielerInnen die man kennt?
KERSTIN GIER:

Nee, nicht richtig. Heike Makatsch habe ich mal auf einem Event kurz kennen gelernt, und in irgendeinem Archiv von dpa und Konsorten muss es auch Bilder geben, auf denen alle Schauspielerinnen, die damals für die ARD-Serie „Freche Frauen“ Hauptrollen spielten, mit den Autorinnen der Romanvorlagen auf einem Sofa sitzen, aber das ist lange her. Ich schätze Heike Makatsch als Schauspielerin sehr und finde, sie hat sich bewundernswert weiterentwickelt.
Wie war es für Sie, als es hieß, Ihr erstes Buch wird verfilmt und dann auch noch mit guter Besetzung?
KERSTIN GIER:

Das war ein sehr schönes Gefühl, das ich nur zu gern noch einmal erleben würde :-)
Und wie war es dann Ihr Werk als Film zu sehen?
KERSTIN GIER:

Ja. Seltsam. Weil, ehrlich gesagt, vom Buch herzlich wenig übrig geblieben ist, und wären nicht die Namen gleich gewesen, hätte ich gar nicht gemerkt, dass mein Buch die Vorlage war. Aber es war ein sehr netter Film, zweifellos.
Werden eigentlich alle Ihre Bücher verfilmt oder wurden nur einige verfilmt?
KERSTIN GIER:

Haha! Schön wär´s ja. Es existieren schon einige Drehbücher zu meinen Büchern, aber bis jetzt gibt es nur den einen Film.
Bis JETZT! :-)
[...]
Schreiben Sie bereits an einem neuen Roman und wenn ja, dürfen Sie ein wenig verraten?
KERSTIN GIER:

Ich habe gerade den ersten Teil einer Jugendbuchtrilogie beendet und beginne nun mit dem nächsten Projekt: Ein Roman über eine verrückte Familie und ein Erbe und darüber, was Geldgier so alles anrichten kann.

[...]
Wie muss man sich einen Tag in Ihrem Leben vorstellen, wenn Sie an einem Roman arbeiten?

KERSTIN GIER:

Na ja, es kommt darauf an, ob Sie einen „normalen“ Tag meinen oder einen in den vier Wochen vor dem Abgabetermin. Der normale Tag ist wirklich ganz normal, Aufstehen, mit Kind frühstücken, Kind in die Schule schicken, Spülmaschine ausräumen, Waschmaschine anschmeißen, PC anschmeißen, Emails beantworten, Manuskript öffnen und anfangen zu schreiben… zwischendurch Wäsche aufhängen, Duschen, Anziehen, Rasen mähen, mit Katze schmusen, Essen kochen, dann Mittagessen mit Kind, Hausaufgaben-Domina und Nachmittagstaxi spielen, vielleicht noch mal eine halbe Seite schreiben, vielleicht aber auch nicht. In den vier Wochen vor Abgabetermin ist der Tag in drei Schreib-Schichten unterteilt: Morgen-, Nachtmittag- und Nachtschicht, den Haushalt muss jemand anders machen (oder auch keiner), die Emails beantworte ich auch nicht, ich schreibe nur, bewege mich wie ein Zombie zwischen meiner Familie und lebe nur noch in meiner Romanwelt.

Dinge, die mir zu denken geben:
a) Wenn die Handlung eines Films, der auf einem Roman basiert, nicht als solche zu erkennen ist, ist es dann überhaupt noch ein Film nach Romanvorlage?
b) Werde ich Rubinrot im Kino nur an den Namen der Charaktere erkennen?
c) Warum habe ich kein Huhn?

Ganzes Interview hier!

Kommentare:

Lina hat gesagt…

*Meli Huhn geb*

Anonym hat gesagt…

vielleicht nennen die die charaktere ja auch anders in dem film, dann erkennen wir gar nichts mehr :-)

Melissa hat gesagt…

Na toll, wenn sich dann auch noch das Aussehen der Charaktere ändert... XD

PS: Ich nenne das Huhn aus Dankbarkeit "Lina" :-D

Lina hat gesagt…

na danke ...

Anonym hat gesagt…

ich hab gehört, dass mr. george im film gar nicht vorkommt.

Melissa hat gesagt…

Was? Das kann ich mir aber nicht vorstellen. Mr. George spielt doch eine wichtige Rolle...und er ist einer meiner Lieblingscharaktere :-)

Muss ich jetzt eine Unterschriftenaktion starten? :-D

Suse hat gesagt…

Meli, du magst alle Charaktere, sogar das Lottchen!
Außerdem erst mal abwarten, die Filmmenschen haben die Bücher auch gelesen und werden merken, dassMr, George wichtig ist.

Melissa hat gesagt…

@Suse: Ich mag nicht alle Menschen...ok...vielleicht fast alle? Lottchen tut mir einfach leid...das ist was anderes XD