Samstag, 10. April 2010

Wettbewerb für Kinder-und Jugendbuchautoren jetzt auch in Deutschland!

Hier ein Interview aus der Frankfurter Allgemeinen mit Barry Cunningham, der unter anderen J.K. Rowling entdeckte. Der Artikel befasst sich mit einem Wettbewerb für Kinder-und Jugenbuchautoren, der nun auch bei uns ausgetragen werden soll. Kerstin Gier wird ebenfalls erwähnt. Hier ein paar Ausschnitte:

"Mr. Cunningham, vor drei Jahren haben Sie gemeinsam mit der „Times“ einen Wettbewerb für Kinder- und Jugendbuchautoren ins Leben gerufen. Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

Ich glaube, schon als ich den Verlag Chicken House gegründet habe, war ich immer getrieben von der Vorstellung, jungen, unbekannten Autoren eine Chance zu geben. Das geht wohl zurück auf die Zeit, als ich J. K. Rowling entdeckt habe, die zuvor von allen anderen Verlegern abgelehnt worden war. Wir haben oft darüber gesprochen, wie schwierig sie es fand, in dieses Netzwerk von Verlegern und Agenten einzudringen und einen echten Verleger dazu zu bringen, ihren Text zu lesen - dass überhaupt irgendjemand ihr Manuskript liest, war für sie schon fast ein Wunder an sich.

[...]

Lässt sich ein solches Schreiben lernen?

Das ist keine Frage von Training, Erziehung oder Bildung, keine Frage, ob du die richtigen Leute kennst - sondern eine, ob du eben die Fähigkeit dazu hast. Das ist der Grund, warum ich diesen Wettbewerb veranstalte, warum mich die Sache so fasziniert und warum wir nun den Versuch in Deutschland machen, ein Talent zu finden, das wir dann der Welt präsentieren können. Hinzu kommt, dass ich ein großer Fan deutscher Literatur bin - wir haben Cornelia Funke weltweit publiziert, mit enormen Erfolg. Jetzt gerade bringen wir Andreas Steinhöfel im englischsprachigen Raum heraus, und demnächst Kerstin Gier - wir wissen schon, dass Ihr große Autoren habt, die überall auf der Welt funktionieren. Aber es wäre sehr nett, einen bislang auch dem hiesigen Publikum Unbekannten zu entdecken.

[...]

Sie haben mit Funke, Steinhöfel und Gier drei sehr unterschiedliche deutsche Autoren genannt, die Sie verlegen. Was haben die drei gemeinsam?

In Deutschland werden Geschichten anders erzählt - und wo solche Geschichten funktionieren, sind sie brillant. Deutsche Autoren haben weniger Scheu davor, etwas komplizierter oder auch langsamer zu erzählen. Ihre Texte sind nicht so sehr über Dialoge strukturiert wie etwa englische oder amerikanische. Deutsche Autoren nehmen sich dafür mehr Zeit, eine Welt zu entwerfen und mit vielen Figuren zu bevölkern. Diesen Unterschied nimmt man sofort wahr. Ich spreche oft mit Cornelia Funke darüber, wenn ich ihre Texte lektoriere - deutsche Autoren sind eher bereit, ihren Lesern etwas abzuverlangen, sie sind weniger direkt und offensichtlich. Wenn ich etwa versuche, in Andreas Steinhöfels Texten ein paar Worte dazuzuschreiben, die das ganze erklären sollen, sagt er mir immer: Lass es lieber, erklär nicht soviel. Genau das mag ich an deutschen Autoren."

Den vollständigen Artikel könnt ihr euch hier durchlesen.

Kommentare:

CMFanxD hat gesagt…

ach, da muss ich ja schnell nomma nen schönes Buch schreiben, wo die schon dabei sind xD

tausendsassa hat gesagt…

Die Kinder zu mehr kreativität - v.a. zum Schreiben zu ermutigen finde ich eine ausgesprochen gute Idee. Die Kinder verbringen eh viel zu viel Zeit vor dem Fernseher, oder dem Computer. Hier gibt es auch einen Schreibwettbewerb für Kinder. http://freshdads.com/magazin/schreibwettbewerb-f%C3%BCr-kinder-new-york-reise-gewinnen