Mittwoch, 14. April 2010

"Vorwärts in die Vergangenheit!"

Quantenphysik gefälligst? Hier einige Ausschnitte aus zwei verschiedenen Artikeln über Zeitreisen, dem "amüsantesten Thema der Physik":

"Am Anfang steht die Relativitätstheorie, mit der Albert Einstein die damals gängigen Vorstellungen von Raum und Zeit als absolute Größen revolutioniert hat. Die so genannte Zeitdilatation besagt, dass Zeit dehnbar ist - je schneller man sich bewegt, desto langsamer läuft die Zeit.

Dieses Phänomen ist im Alltag durchaus messbar, allerdings sind nur Differenzen im Nanosekundenbereich zu erreichen. Um spektakuläre Zeitunterschiede zu erzielen, muss man sich in kosmische Gefilde begeben: Der Theorie nach müsste es zumindest im Inneren des Schwarzen Lochs eine unendliche Zeitverzerrung geben; nach dem Physiker Paul Davies befindet sich in jenen mysteriösen Gebilden im All, die alle Materie aufsaugen, ein Raum "jenseits des Endes der Zeit". Das Problem dabei ist nicht gerade klein: Schwarze Löcher verschlucken alles und man würde sofort im Nichts verschwinden."

[...]

Uhh, und Wurmlöcher werden auch erwähnt...

"Das ist alles Theorie", meint dagegen der Experimentalphysiker Rainer Blatt von der Universität Innsbruck, "niemand hat je ein Wurmloch gesehen." Überdies wird auch in fast allen mathematischen Modellen davon ausgegangen, dass Wurmlöcher äußerst instabil sind, rasch kollabieren und den Zeitreisenden zerschmettern würden."

[...]

Man kann sich aber auch an Einstein halten, der meinte: "Die Unterscheidung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist nur eine Illusion - wenn auch eine hartnäckige."

Den vollständigen Artikel findet ihr hier!

Außerdem einen weiteren (neueren) Artikel vom 09. April 2010:

"Das Gruselige ist, dass bei Reisen in die Vergangenheit Kausalitäten durcheinandergeraten können: Ereignisse können ihre eigene Ursache werden oder aber sich selbst unmöglich machen. Letzteres wird oft auch als „Großvater-Paradox“ bezeichnet, weil man sich dabei einen Menschen vorstellt, der in die Zeit zurückreist, seinen Großvater als jungen Mann trifft, ihn im Streit umbringt und damit seine eigene Geburt verhindert."

[...]

"Eine andere Idee hatte 1992 der russische Physiker Igor Dmitrijewitsch Novikov, indem er vorschlug, es könnte ein zusätzliches Naturgesetz geben, eine sogenannte „consistency condition“, die solche Paradoxa einfach verbietet. Reisen in die Vergangenheit sind demnach möglich, aber nur so, dass die Zeitreisenden nichts unternehmen können, was ihre eigene Geschichte ändert. Sie könnten also ins Mittelalter oder ins Jahr 1933 reisen, müssten aber tatenlos zusehen, wie das Byzantinische Reich untergeht oder Hitler die Macht ergreift. Offenbar könnten sie sogar schlechterdings gar nichts ändern - in der besuchten Vergangenheit nicht, aber auch nicht in der Gegenwart, da diese ja über eine geschlossene zeitartige Kurve ebenfalls auf sich selbst zurückwirken könnte. So läuft Novikovs Idee letztlich auf die totale Vorherbestimmung allen Geschehens hinaus, und tatsächlich operiert fatalistische Zeitreise-Science Fiction gerne mit dieser Lösung, etwa in dem Film „12 Monkeys“."

So viele Informationen! Wie gesagt, das hier sind nur einige Ausschnitte der Artikel! Hier der Artikel Nr. 2! Kommen euch die letzten zwei Abschnitte auch irgendwie bekannt vor? Die Großvatergeschichte? Mir ist nur schleierhaft weshalb man seinen Großvater in der Vergangenheit umbringen sollte...seltsame Vorstellungen haben diese Herren...

Okay, ich geh dann mal meine Hirnwindungen entknoten...


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