Dienstag, 20. April 2010

...und in der Mitte, man glaubt es kaum - noch ein Baum!

...beziehungsweise ein Interview. Und wieder einmal bin ich mir nicht ganz sicher, ob es bereits irgendwo in den Untiefen dieses Blogs gepostet wurde. Aber wie immer gilt: Sicher ist sicher :-) Das Interview ist Januar diesen Jahres in Darkstars Fantasy News veröffentlicht worden.
Hier ein paar Ausschnitte:

"Kerstin Gier hat ja bis dato durch erfolgreiche Frauenromane auf sich aufmerksam gemacht. Wie kamen Sie „plötzlich” zur Fantasy? Und würden Sie „Rubinrot” überhaupt als Fantasy-Roman bezeichnen?
Ich lese selber sehr gern Fantasy-Romane und habe auch schon mal eine längere Geschichte in der Anthologie „Das Vermächtnis des Rings” erschienen bei Lübbe, geschrieben. Daher lag der Gedanke, es auch mal mit einem ganzen Fantasy-Roman zu versuchen, schon länger recht nah.
Zur Definition: Ich finde schon, dass ein Buch der Fantasy zuordnen ist, wenn darin sprechende Wasserspeier und Zeitreisemaschinen vorkommen, aber ich habe versucht, die Geschichte in einem vertrauten Umfeld anzusiedeln, einer Realität, mit der man sich identifizieren kann.
Welche Fantasy-Bücher mögen Sie denn?
Ich liebe Jonathan Stroud, mag die dicken Schinken von Tad Williams, und die Harry Potter-Bücher sind überhaupt die tollsten Jugendbücher, die ich jemals gelesen habe. Sie haben einfach alles: Eine großartige Story, wunderbare Charaktere, Humor, Spannung, Gefühl und ein unglaubliches Setting.
Was war Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung an diesem Projekt?
Natürlich die Zeitreisen als solche. Hoch kompliziert, dieses Phänomen. Sehr schwierig, hier alles logisch und korrekt zu konstruieren und die vielen Möglichkeiten nicht außen vor zu lassen… Quantenphysik ist nicht gerade mein Steckenpferd. Und so arbeite ich mit unzähligen Tabellen und Zeittafeln, und der Kopf qualmt den ganzen Tag…
Können Sie uns schon einen kurzen Ausblick auf die nächsten Teile geben?
In Saphirblau trifft Gwendolyn ihren Großvater als jungen Mann, freundet sich mit einem Wasserspeiergeist an und ist unsterblich in Gideon verliebt, aus dem sie aber nicht wirklich schlau werden kann.
In Smaragdgrün wird sie endlich erfahren, welche Rolle sie im Kreis der Zwölf wirklich einnimmt und kämpft um ihr Leben und ihre Liebe. Natürlich werden alle Geheimnisse gelüftet *grins.
[...]
Und wie entwickeln Sie Ihre Figuren?
Auch die Figuren scheinen irgendwie von ganz allein zu mir zu kommen. Bevor ich anfange zu schreiben, haben sie längst in meinem Kopf Gestalt angenommen, manchmal wie ungebetene Gäste. Dann fertige ich für alle wichtigen eine Art Dossier an, mit ihrem Lebenslauf, ihren Eigenschaften und Besonderheiten.
Verstehen Sie sich mehr als Künstler oder als Handwerker, wenn es um Ihren Beruf geht?
Ich würde sagen, beides zu gleichen Teilen.
Wächst das Selbstbewusstsein einer Autorin mit jedem Roman, den sie veröffentlicht?
Also, meins nicht.

[...]
Woran arbeiten Sie zur Zeit?
Mit Hochdruck an Smaragdgrün, denn es muss schon im Juli fertig sein.
Wenn Sie eine fiktive Persönlichkeit treffen könnten - ob aus Ihren Büchern oder denen eines anderen - wer wäre das und warum?
Furchtbar gern den Grafen von Saint Germain, den echten. Ich würde zu gern ein längeres Gespräch mit ihm führen. Praktischerweise konnte er fließend deutsch."
Das vollständige Interview findet ihr hier!

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