Donnerstag, 15. April 2010

"Jetzt, wo ich endlich weiß, dass es übersetzt nicht Hühner-Mist heißt."

Hier noch ein etwas älteres Interview mit Kerstin Gier aus dem Jahr 2008. Trotzdem lesenswert:-)

"Würden Sie ihre Romane der Chick-Lit Gattung zuordnen?
Ja, das würde ich wohl. (Jetzt, wo ich endlich weiß, dass es übersetzt nicht Hühner-Mist heißt.) Obwohl ich diese Gattungen-Sache ja ziemlich blöd finde, ebenso wie eine Unterscheidung in Unterhaltungs- und ernsthafte Literatur. Ich freue mich immer, wenn mir ein Mann schreibt, dass er meine Bücher gelesen (und gut gefunden) hat. Meistens finden Männer die Bücher allerdings bei ihren Frauen oder Freundinnen auf dem Nachttisch.
[...]

Neben „Kerstin Gier“ veröffentlichen Sie weiterhin noch Bücher unter den Pseudonymen „Jule Brand“ und „Sophie Berard“. Welchen Hintergrund haben diese Pseudonyme, bzw. warum haben Sie sich diese zugelegt?
Jule Brand und Sophie Berard waren sozusagen Verlags-Etiketten für Romane, die sich ein bisschen von den Kerstin-Gier Beziehungskomödien unterschieden. Die Jule-Brand-Romane waren für eine jüngere Zielgruppe konzipiert, die Sophie Bérard-Bücher sind Familiensagas, die in der Provence spielen. Verlage machen so etwas oft, mir kam es entgegen, weil ich damals noch viel mehr geschrieben habe als heute. Manchmal wurden vier Bücher von mir in einem Jahr veröffentlicht. Das sieht auch einfach nicht gut aus, alles unter einem Namen. :zwink:

Jetzt aber schreibe ich nur noch einen bis anderthalb Bücher im Jahr, unter meinem Namen, auch die Jugendbücher, die bei Arena erscheinen.
[...]

Gibt es weitere Projekte, an denen Sie derzeit arbeiten?
Im Augenblick beende ich gerade einen Fantasy-Roman zum Thema Zeitreisen für Jugendliche, der im nächsten Jahr bei Arena erscheinen wird. Band zwei und drei sind bereits geplant und geplottet.
[...]

Was wollten Sie in einem Interview schon immer einmal gefragt werden?
Ähm, alles, nur nicht: Wie viel wiegst du?

Was denken Sie über Bücherforen?
Ich bin da ein bisschen zwiespältig. Einerseits finde ich es schön und auch wichtig, sich mit anderen Lesern über Bücher und das Lesen austauschen zu können, und ich habe über die Buchtipps schon einige tolle Bücher entdeckt, die ich im Laden wahrscheinlich niemals gefunden hätte. Und als Autorin bin ich all jenen Usern dankbar, die mich in den Foren als Geheimtipp weiter empfohlen haben, als meine Verkaufszahlen noch äußerst bescheiden waren. Andererseits muss man als Autor, der sich neugierig in den Foren tummelt, auch ein dickes Fell haben, wenn User über das eigene Baby (Buch) herfallen und es in der Luft zerreißen. Daran arbeite ich noch, an dem dicken Fell, meine ich."

Vollständiges Interview? Guckst du hier!

Ich will auch ein Pseudonym haben! So viele Möglichkeiten! Karl Eugen, Colgate, Hula Hoop...

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